
Alina Weißenfels
Psychotherapie bei Essstörung
Essstörungen wie Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und Binge Eating sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die das Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper stark beeinträchtigen. Im Rahmen einer Therapie ist wichtig, die Ursachen zu verstehen und den Weg zu einem gesunden Umgang mit Essen und Körpergefühl zu finden.
Anorexie (Magersucht)
Betroffene verlieren durch extreme Nahrungsreduktion stark an Gewicht (15% unter dem erwartetem Körpergewicht, bzw. BMI kleiner als 17,5). Die Gewichtsreduktion wird durch Einschränkung des Essens und/oder durch extremes Sporttreiben oder andere kompensatorische Maßnahmen herbeigeführt. Trotz Untergewicht fühlen Betroffene sich dabei weiterhin zu dick und/oder haben starke Angst vor einer Gewichtszunahme. Essen und Gewicht nehmen dabei gedanklich und in der Alltagsgestaltung viel Raum ein. Nicht selten ziehen Betroffene sich immer mehr zurück.
Bulimie
Auch bei der Bulimie beschäftigen sich Betroffene häufig mit Nahrung und Gewicht. Dabei kommt es immer wieder zu Essanfällen, bei denen Betroffene innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Nahrung zu sich nehmen. Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, werden kompensatorische Maßnahmen, wie Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln oder übermäßiges Sporttreiben genutzt. Diese Symptome belasten Betroffene stark und können zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.
Binge Eating
Auch beim Binge Eating kommt es zu wiederholten Phasen unkontrollierten Essens, aber ohne dass anschließend versucht wird, das gegessene Essen zu kompensieren. Dies führt häufig zu Übergewicht und kann das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität beeinträchtigen.